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BESCHNITZELN


Die Weiterverarbeitung der abgespaltenen (bzw. durch die Säge abgetrennten) Teile des Ringes geschieht noch im "nassen" Zustand, da es dadurch noch geschmeidig ist und sich Schnitte quer zu den Jahresringen leichter ausführen lassen. Auch bei Schnitten längs der Holzfaser (Wuchsrichtung) spaltet das Holz nicht so leicht. Obgleich diese Arbeitsschritte mit einem Schnitzmesser durchgeführt werden, sollte man nicht vom "Schnitzen" sondern richtigerweise vom "Beschnitzen" sprechen. Das Schnitzmesser hierfür besteht aus einem gedrechselten Holzgriff, in welchem sich eine je nach Abnutzungsgrad 3 bis 10 cm lange, einseitig angeschliffene Klinge befindet. In der Regel wird eine bestimmte Reihenfolge des Beschnitzens eingehalten: Unterseite des Halses vom Kopf des Tieres aus, dann der Bauch, schließlich die Rückenpartie. Das Ausformen der Beine (gern als "Ausbeineln" bezeichnet) erfolgt bei kleinen Formen mit Schnitten, bei größeren Tieren wird "vorgebohrt" und von diesem Loch aus nach unten zu den Füßen hin ausgeschnitzt. Wichtig ist, möglichst immer mit der Wuchsrichtung zu beschnitzen, sonst ist die Gefahr des Zerspaltens gegeben. Fertig beschnitzte Tiere werden getrocknen und dann mit an- oder einzuklebendem Zubehör (z.B. Schwanz, Horn, Geweih) versehen. Farben oder andere Materialen dekorieren abschließend die Oberfläche.
HOLZDREHBANKWERKZEUGREIFEN-DREHENDEKORIEREN
copyright: 2002-2004 Dr. Konrad AuerbachSITEMAPe-MAILBILD NACH OBEN