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In
Seiffen und Umgebung setzt Ende des 19. Jahrhunderts eine geradezu "industrielle"
Massenfertigung der nach Millionen Schock zu zählenden Reifentieren
ein. Vielfalt und Art der Ausführung reifengedrehter Erzeugnisse
kannten keine Grenzen. Die "Tarifordnung für die Herstellung von
Tieren aus Holzreifen" vom 15.12.1940 reduzierte ein bis dahin breites
Spektrum an Qualitäts- Unterschieden auf drei allgemeine Kriterien
für ein Sortiment: Ausführung A: alle Tiere ohne angedrehte Hufe,
roh beschnitzt, einfache Punkte als Augen Ausführung B: alle Tiere
mit angedrehten Hufen, nachgeschnitzt, einfache Punkte als Augen Ausführung
C: mit angedrehten Hufen, gut beschnitzt, mit zweifarbigen Augen, Haustiere
zur Hälfte in fressender Stellung. In der Technik des Reifendrehens
entstanden und entstehen auch viele Zubehörteile für andere
Spielzeuge und Figuren. Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurden auch
kleine Häuser und Stadtmauern gefertigt. Profilteile oder Schnitzrohlinge,
die in der Technologie des Reifendrehens gefertigt werden, haben bis heute
im kunsthandwerklichen Bereich ihre praktische Bedeutung. |
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copyright:
2002-2004 Dr. Konrad Auerbach      
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